Wie es dazu kam und die folgen ...

Hier schreibt die Schwägerin von Markus Taphorn

 

Der Grund warum ich diese Seite gemacht habe, ist der das mein Schwager Markus Taphorn am 30.Juli 2008 einen schweren Badeunfall hatte!

An diesem heißen Sommertag war Markus mit der ganzen Familie bei unseren Eltern wie so oft sonst auch. Es war ein richtig schöner Tag.

Kurz bevor sie nach Hause fahren wollten, wollte Markus sich noch einmal im Pool erfrischen. Dort spielte er dann ausgelassen mit Lea-Marie und Fabian. .... Doch plötzlich lag Markus mit dem Gesicht reglos im Wasser -SCHOCK! Erst dachten wir er spielt mit den Kids "Wasserleiche" (da er das oft tat). Aber dem war leider nicht so. Als er anfing den Kopf aufgeregt im Wasser zu schütteln, merkten alle, das etwas nicht stimmte. (Unsere Vermutung ist, das er eine Rolle im Wasser machen wollte und am Boden aufgekommen ist) Da Fabian am nähsten an Markus dran war, drehte er ihn um. Und da sagte Markus "Ich kann mich nicht bewegen"! Da waren alle sofort bei Ihm am und im Wasser!

Wir riefen sofort den Krankenwagen, dieser kam auch sehr schnell und dann wurde Markus ganz behutsam aus dem Wasser geholt. Es wurde schnell festgestellt das er mit dem Hubschrauber nach Quackenbrück geflogen werden musste. Die Diagnose Querschnittslähmung vom Hals an abwärts! HILFE !!!

Der 4 und 5 Nackenwirbel mussten in zwei Operationen stablisiert werden! Markus konnte von einem auf den anderen Moment nichts mehr!

Es war schlimm, er lag da und konnte sich nicht bewegen, sich nicht bemerkbar machen, nicht selbständig Atmen (bekam einen Luftröhrenschnitt) und nicht sprechen. In den fogenden Wochen konnte er sich nur durch Mimik und Gestik verständigen. Nach ca. 3-4 Wochen wurde er nach Kassel weiterverlegt in eine speziellere Klinik für die Herz-Lungen-Funktion.

Kurze Zeit später durfte er dann nach Hessisch Lichtenau in ein spezielles Nachsorgezentrum für Querschnittsgelähmte! Dort ist er auch heute noch!

Bis zum heutigen Zeitpunkt hat Markus das Atmen, Sprechen und Essen wieder mühsam zurückerlernt.

Leider können die Ärzte nicht genau sagen in weit er wieder Gesund werden könnte, aber wir hoffen alle, das er wenigstens wieder die Arme bewegen werden können wird.

Noch hat er kein Gefühl in Armen und Beinen, aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Markus und meine Schwester Kerstin  haben zusammen

4 Kinder (Marvin, Lea-Marie, Fabian und Maxima)!

Dies ist  ein schwerer Schicksalsschlag.

Aber Markus ist ganz tapfer und kämpft für seine Kinder. Er hat großes Heimweh nach Hause. Von Holdorf nach Hessisch Lichtenau sind es ca. 3 Std. Autofahrt und das ist mit vier Kindern hin und zurück natürlich auch nicht immer so leicht zu meistern, aber der Familienzusammenhalt ist sehr stark. So oft es geht, versuchen wir alle ihn zu besuchen. Er freut sich immer riesig an den Tagen wo er Familie und Freunde sieht!

Es ist nur halt jetzt eine schwere Zeit für alle aber vor allem für die Familie.

Da es so aussieht das Markus seine Beine vielleicht nie wieder bewegen kann, muss das Haus jetzt Behindertengerecht um- und angebaut werden. Das Schlafzimmer muss ins Erdgeschoss verlegt werden genauso wie ein komplett neues Behindertengerechtes Bad ins EG muss, noch dazu wird für ihn evtl. ein Therapieraum benötigt. Nach draußen vor dem Hause muss er eine Rampe haben um ins Haus fahren zu können.

 

Es liegt noch ein schwerer und steiniger Weg vor uns allen, aber zusammen werden wir Ihn schon irgendwie meistern.